Die Vereinssatzung der Fußball-Vereinigung Wannsee e.V.

§ 1 – Name und Sitz

Der am 24. Juni 1971 gegründete Verein Fußball-Vereinigung Wannsee
hat seinen Sitz in Berlin-Wannsee. Er ist in das Vereinsregister eingetragen und führt den Zusatz e.V.

§ 2 – Zweck des Vereins

Der Verein bezweckt ausschließlich und unmittelbar die Förderung der Allgemeinheit durch die planmäßige Pflege des Fußballsportes und damit der körperlichen Ertüchtigung seiner Mitglieder. Jede Betätigung auf parteipolitischem, rassischem und konfessionellem Gebiet ist ausgeschlossen. Berufspolitische Bestrebungen sind mit den Grundsätzen des Vereins unvereinbar.

Der Verein erstrebt keinerlei Gewinn. Wirtschaftliche Zwecke sind mit der Tätigkeit des Vereins nicht verbunden. Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile erhalten und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch hohe Vergütungen begünstigt werden.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins dürfen Mitglieder nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert etwaiger geleisteter Sacheinlagen zurückerhalten.

§ 3 – Mitgliedschaft

Der Verein besteht aus:

  • aktiven Mitgliedern
  • passiven Mitgliedern
  • jugendlichen Mitgliedern unter 18 Jahren
  • Ehrenmitgliedern

§ 4 – Aufnahme

Jede unbescholtene Person kann als Mitglied aufgenommen werden. Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand. Wird die Aufnahme abgelehnt, hat der Antragsteller innerhalb zwei Wochen nach Eingang der Ablehnung das Recht der Beschwerde beim Ältesten- oder Ehrenrat, der verbindlich über die Aufnahme entscheidet.

Bei jugendlichen Mitgliedern ist die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

Ehrenmitglieder werden vom Vorstand ernannt und sind beitragsfrei.

§ 5 – Rechte und Pflichten

Alle Mitglieder besitzen uneingeschränktes Stimmrecht nach Vollendung des 18. Lebensjahres. Sie können zu allen Ämtern gewählt werden. Zur Wahl als Vorstandsmitglied im Sinne des § 26 BGB ist die Volljährigkeit Voraussetzung.

Alle Mitglieder unterliegen der Satzung des Vereins und verpflichten sich nach erfolgter Aufnahme zur restlosen Erfüllung aller Pflichten aus dieser Mitgliedschaft.

§ 6 – Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

  • durch Tod
  • durch Austritt aus dem Verein
  • durch Ausschluss bzw. Streichung

Der Austritt aus dem Verein erfolgt durch schriftliche Mitteilung an die Geschäftsstelle oder ein anderes Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, bei Jugendmitgliedern auch an den Jugendleiter. Die Austrittserklärung muss spätestens vier Wochen vor Ende eines Kalendervierteljahres im Besitz des Vorstandes bzw. Jugendleiters sein und wird mit Ende dieses Kalendervierteljahres rechtswirksam. Die Erklärung muss eigenhändig – bei Jugendmitgliedern von einem Erziehungsberechtigten – unterschrieben und durch Einschreiben abgesandt werden.

Mitglieder, die vorsätzlich den Zwecken des Vereins zuwider handeln oder die bürgerlichen Ehrenrechte verlieren, können auf Antrag des Vorstandes durch Beschluss der Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden. Gegen den Beschluss ist innerhalb von zehn Tagen, vom Tag der Zustellung des Beschlusses gerechnet, schriftliche Beschwerde an den Ältesten- bzw. Ehrenrat des Vereins zulässig. Dieser überprüft den Fall und gibt ihn mit seiner Stellungnahme dem Vorstand zur endgültigen Entscheidung zurück.

Mit dem Austritt, dem Ausschluss oder der Streichung eines Mitgliedes erlöschen seine sämtlichen Rechte an den Verein und das Vereinsvermögen, es bleibt jedoch dem Verein für alle seine Verpflichtungen haftbar. Sämtliches überlassenes Vereinseigentum ist bei Austritt, Ausschluss oder Streichung zurückzugeben. Vermögensrechtliche Ansprüche können bei Austritt, Ausschluss oder Streichung nicht an den Verein geltend gemacht werden.

§ 7 – Beiträge

Die Höhe der Beiträge, der Aufnahme- und Austrittsgebühr setzt die Jahreshauptversammlung fest.

Der Jahresbeitrag ist in gleichen Monatsbeiträgen zu entrichten. Auf Antrag kann der Vorstand die Zahlung stunden.

Sofern erforderlich, kann die Mitgliederversammlung beschließen, außerordentliche Beiträge in bestimmten Abständen zu erheben. Ehrenmitglieder sind von der Zahlung der Beiträge befreit.

Der Wiedereintritt ausgetretener Mitglieder ist mit der erneuten Zahlung der Aufnahmegebühr verbunden.

Bei Beitragsrückständen erfolgt schriftliche Mahnung. Wird dieser nicht Folge geleistet, kann der Beitrag mittels Mahnbescheid erhoben werden. Entstehende Kosten gehen zu Lasten säumiger Mitglieder.

Bei Zahlungsrückständen kann die Streichung von der Mitgliederliste erfolgen, wobei sich er Verein alle Rechte an den Beitragsrückständen vorbehält.

§ 8 – Strafen

Mitglieder, die gegen die Satzung oder das Ansehen des Vereins verstoßen, sowie auch Mitglieder, die sportlichen Veranstaltungen, an denen sie teilnehmen sollten, unentschuldigt fernbleiben oder ohne besondere Erlaubnis in anderen Vereinen sportlich tätig sind, können bestraft werden. Die Strafen bestimmt der Vorstand. Als Strafen können verhängt werden:

  • Ausschluss vom Trainingsbetrieb
  • Ausschluss vom Spielbetrieb
  • Spielsperren

Entschuldigungen sind nur dann wirksam, wenn sie dem Vorstand mindestens drei Tage vor der Veranstaltung mitgeteilt werden. Maßgeblich ist der Eingang der Mitteilung beim Vorstand.

§ 9 – Vermögen

Für sämtliche Verbindlichkeiten des Vereins haftet ausschließlich das Vereinsvermögen. Überschüsse aus allen Veranstaltungen gehören zum Vereinsvermögen.

§ 10 – Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  • die Jahreshauptversammlung
  • die Mitgliederzusammenkunft
  • der Vorstand

§ 11 – Vorstand

Der Vorstand besteht aus:

  • dem 1. Vorsitzenden
  • dem 2. Vorsitzenden
  • dem 3. Vorsitzenden
  • dem Schatzmeister
  • dem stellv. Schatzmeister
  • dem Geschäftsführer
  • dem stellv. Geschäftsführer
  • dem Jugendleiter
  • den vier Beisitzern

Die Tätigkeit des Gesamtvorstandes ist ehrenamtlich. Die Wahl erfolgt auf zwei Jahre.

Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind:

  • der 1. Vorsitzende
  • der 2. Vorsitzende
  • der Schatzmeister
  • der Geschäftsführer

Der Vorstand vertritt den Verein nach innen und außen und erledigt alle laufenden Geschäfte. Zur Rechtsgültigkeit sind zwei Unterschriften erforderlich. Bei Mahnungen ist jedoch die Unterschrift eines Vorstandsmitgliedes ausreichend.

§ 12 – Vorstandswahl

Die Wahl des Vorstandes erfolgt anlässlich der Jahreshauptversammlung. Eine Wiederwahl ist zulässig, ebenso kann ein Mitglied für zwei Ämter im Vorstand gewählt werden. In diesem Fall hat das Mitglied bei Abstimmungen jedoch nur eine Stimme.

Für ein während der Amtszeit ausscheidendes Vorstandsmitglied hat anlässlich der folgenden Mitgliederzusammenkunft sofort eine Neuwahl stattzufinden.

Eine Amtsenthebung eines Vorstandsmitgliedes durch Beschluss der restlichen Vorstandsmitglieder ist zulässig.

Scheidet ein Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes vor Ablauf der Amtsperiode aus, wird ein kommissarischer Nachfolger mit einfacher Mehrheit durch den geschäftsführenden Vorstand aus der Mitte des Gesamtvorstandes gewählt.

§ 13 – Befugnisse des Vorstandes

Dem Vorstand obliegen die Geschäftsführung, die Ausführung der Vereinsbeschlüsse und die Verwaltung des Vereinsvermögens. Er kann die Vertretungsbefugnisse satzungsgemäß übertragen.

Der 1. Vorsitzende oder sein Stellvertreter leiten die Verhandlung des Vorstandes. Der Gesamtvorstand hält seine Sitzungen nach Bedarf, jedoch mindestens einmal im Vierteljahr ab. Er ist beschlussfähig bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte seiner Mitglieder. Für Beschlüsse besteht einfache Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

Der geschäftsführende Vorstand hält seine Sitzungen nach Bedarf ab.

Zur gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung des Vereins sowie zu rechtsgeschäftlichen Verpflichtungen ist die Unterschrift zweier Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes erforderlich, von denen eine Unterschrift die des 1. Vorsitzenden oder des Schatzmeisters sein muss.

Dem Geschäftsführer oder seinem Stellvertreter obliegt die Anfertigung der zur Erledigung der Beschlüsse des Vorstandes oder der Mitgliederzusammenkunft erforderlichen Schriftstücke. Er hat über jede Verhandlung des Vorstandes und der Mitgliederzusammenkunft ein Protokoll aufzunehmen, insbesondere die Beschlüsse aufzusetzen. Die Protokolle sind vom Geschäftsführer oder seinem Stellvertreter zu unterzeichnen.

Der Schatzmeister verwaltet die Kasse des Vereins, führt ordnungsgemäß Buch über alle Einnahmen und Ausgaben und hat der Jahreshauptversammlung einen Rechenschaftsbericht zu erstatten. Er nimmt alle Zahlungen für den Verein gegen seine alleinige Quittung in Empfang, darf aber Zahlungen für Vereinszwecke nur nach  Vorstandbeschluss leisten.

§ 14 – Ausschüsse

Die einzelnen Organe nach § 10 sind berechtigt, für den ordnungsgemäßen Ablauf der Vereinsverwaltung und den Spielbetrieb Ausschüsse einzusetzen. Deren Mitglieder nicht Vorstandsmitglieder im Sinne der Satzung sind. Es kommen insbesondere in Frage:

  • Sportausschuss
  • Jugendausschuss
  • Verwaltungsausschuss
  • Ältesten- bzw. Ehrenrat

Die Zahl der Mitglieder dieser Ausschüsse wird von der Mitgliederzusammenkunft festgelegt und bestätigt.

§ 15 – Jugendleitung

Die Jugendleitung hat ihre eigenen von der Mitgliedschaft genehmigten Ordnungen, für deren Einhaltung sie verantwortlich zeigt.

Sie unterhält eine separate Kassenführung und ist für Ausgaben selbst verantwortlich.

§ 16 – Wahlleitung

Die Wahlleitung obliegt dem 1. Vorsitzenden, im Jahre seines Ausscheidens das von der Versammlung bestimmte Vereinsmitglied. Diese Person hat die Entlastung des Vorstandes und die Neuwahl des 1. Vorsitzenden zu übernehmen, der dann die Wahlleitung weiterführt.

§ 17 – Ältesten- bzw. Ehrenrat

Dem Ältesten- bzw. Ehrenrat obliegen folgende Aufgaben:

  • Schlichtung von Unstimmigkeiten bei denen er von einer der Parteien angerufen wird
  • Schlichtung von Unstimmigkeiten, soweit diese ihm vom Vorstand übertragen werden
  • Entscheidungen gemäß § 6 dieser Satzung

Sämtliche Verhandlungen des Ältesten- bzw. Ehrenrates sind streng vertraulich zu führen.

§ 18 – Kassenprüfer

Bei jeder Jahreshauptversammlung, bei der Neuwahlen anstehen, werden aus den Reihen der Mitglieder mindestens zwei Kassenprüfer gewählt. Diese müssen mindestens 25 Jahre alt sein.

Die Kassenprüfer sind Beauftragte der Mitgliedschaft und dieser gegenüber verantwortlich. Durch ständige Revisionen der Bücher und Belege haben sie sich über die ordnungsgemäße Buch- und Kassenführung auf dem Laufenden zu halten. Beanstandungen der Kassenprüfer können sich nur auf die Richtigkeit der Buchungen, Bücher und Belege erstrecken, nicht aber auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit der vom Vorstand genehmigten Ausgaben. Ein schriftlicher Bericht ist dem Vorstand einzureichen.

§ 19 – Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

§ 20 – Jahreshauptversammlung

Bis spätestens zum 30. Juni eines jeden Jahres findet die Jahreshauptversammlung statt, die vom Vorstand einzuberufen ist. Der Termin der Versammlung muss zwei Wochen vorher durch schriftliche Mitteilung oder Veröffentlichung in der Vereinszeitung bekannt gegeben werden.

Anträge zur Jahreshauptversammlung sind schriftlich zu stellen und müssen fünf Tage vor der Versammlung in den Händen des Vorstandes sein.

Regelmäßige Gegenstände der Beratung und Beschlussfassung der Jahreshauptversammlung sind:

  • Jahresbericht
  • Kassenbericht
  • Bericht der Kassenprüfer
  • Entlastung des Vorstandes und der Ausschüsse
  • Wahl des Vorstandes bzw.
  • Neuwahl ausgeschiedener Vorstandsmitglieder
  • Wahl der Kassenprüfer bzw.
  • Neuwahl ausgeschiedener Kassenprüfer
  • Haushaltsplan
  • Anträge

Eine Änderung der Satzung kann nur in einer Mitgliederzusammenkunft mit einer Stimmenmehrheit von zwei Dritteln der erschienenen Mitglieder beschlossen werden.

In dringenden Fällen kann der Vorstand selbst oder auf Verlangen von mindestens einem Zehntel aller stimmberechtigten Mitglieder eine Mitgliederzusammenkunft einberufen. Für diese Versammlung genügt es, wenn die Bekanntgabe fünf Tage vor dem Termin unter Angabe der Tagesordnung an die Mitglieder erfolgt.

Zur Wahl können nur Mitglieder vorgeschlagen werden, die in der betreffenden Versammlung anwesend sind oder deren schriftliches Einverständnis für die ihnen zugedachte Wahl vorliegt.

Alle Wahlen erfolgen mit einfacher Mehrheit durch Handzeichen. Auf Antrag kann die Wahl durch Stimmzettel erfolgen. Bei Stimmengleichheit gilt die Wahl als abgelehnt.

§ 21 – Verbandszugehörigkeit

Der Verein gehört folgenden Verbänden an:

  • dem Berliner Fußball-Verband e.V.
  • dem Landessportbund Berlin e.V.
  • dem Deutschen Fußball-Bund e.V.

§ 22 – Haftung

Der Verein haftet gegenüber seinen Mitgliedern nicht für Diebstähle und Unfälle auf den Sportstätten, in den Sporthallen und den Räumen des Vereins.

Gegen Sportunfälle sind alle Mitglieder über den Landessportbund Berlin e.V. versichert.

§ 23 – Auflösung

Die Auflösung des Vereins kann erfolgen, wenn drei Viertel der erschienenen Mitglieder einen diesbezüglichen Entschluss in einer Jahreshaupt- oder Mitgliederversammlung fassen und ihr Einverständnis schriftlich erklären.

Nach Auflösung des Vereins oder Fortfall seines bisherigen Zweckes fällt das vorhandene Vereinsvermögen nach Erfüllung aller Verbindlichkeiten an den Berliner Fußball-Verband e.V. für die Förderung des Jugendsportes sofern das zuständige Finanzamt hierzu seine Einwilligung erteilt und der gemeinnützige Charakter dieser Organisation anerkannt ist.

§ 24 – Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit der Beschlussfassung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29. November 1996 in Kraft.

14109  Berlin-Wannsee am 29. November 1996